Arbeit für Radfeld im Jahr 2015

Bauinformationen des Bürgermeisters

Burgermeister Josef AuerLiebe Radfelderinnen, liebe Radfelder!

Laut landesgesetzlicher Regelung ist der Bürgermeister Baubehörde erster Instanz. Das heißt natürlich nicht, dass der Bürgermeister bauliche Angelegenheiten einfach nach seinem Gutdünken entscheiden kann. Es ist generell so, dass in allen baulichen Entscheidungen die Tiroler Bauordnung eingehalten werden muss. Der Bürgermeister muss in einem Bauverfahren einen Bausachverständigen beiziehen, der der Behörde baurechtlich zur Seite steht und somit für die Entscheidung der Behörde wesentlich ist. Für die Gemeinde Radfeld sind Baumeister Ing. Wolfgang Dander und Baumeister Ing. Gerhard Klingler als Bausachverständige tätig. Im Bauamt werden alle Vorhaben administrativ von unserem Bauamtsleiter Hannes Mayr bearbeitet. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Tiroler Bauordnung und die technischen Bauvorschriften (OIB Richtlinien) im Laufe der Jahrzehnte deutlich strenger und umfangreicher geworden sind. Damit sind die Bauwerber natürlich nicht immer ganz glücklich, aus der Sicht der Nachbarschaftsrechte, in Anbetracht der immer dichter werdenden Verbauung sowie der von der Bevölkerung insgesamt geforderten Erhöhung der Sicherheit, ist diese Tatsache jedoch berechtigt bzw. notwendig. Tatsache ist auch, dass die Zahl der gerichtlichen Verfahren aufgrund von Anzeigen stark zugenommen hat und sich immer mehr Bürgermeister (sowie Bausachverständige, Bauamtszuständige und auch Bauwerber) vor Gericht verantworten müssen. Ich versuche meine Aufgabe als Baubehörde 1. Instanz mit meinem gesamten Team sehr verantwortungsvoll und gesetzeskonform auszuüben. Dabei kann auch niemand verlangen, dass bei bestimmten Punkten einfach „ein Auge zudrückt wird“!!

Im Folgenden eine kurze Übersicht über ein paar wesentliche, informative Punkte u.a. für all jene, die in Zukunft eine Baumaßnahme planen bzw. beabsichtigen.

Planer sind gefragt

Planer sind gefragtImmer wieder kommt es vor, dass Planunterlagen fehlerhaft sind und, dass der Auftragnehmer vom Planausführenden zu wenig oder sogar falsch informiert bzw. beraten wird. Besonders schwerwiegend sind die Folgen dann, wenn laut Plan eine Baulichkeit beabsichtigt ist, die in dieser Form nicht den geltenden Bauvorschriften entspricht. Wenn dies von der Behörde in Absprache mit dem Bausachverständigen festgestellt wird, kann die Baulichkeit in dieser Form natürlich nicht genehmigt werden. Dies hat zur Folge, dass umgeplant werden muss. Dadurch ergeben sich einerseits unnötige Kosten für den Bauwerber und andererseits kann es auch vorkommen, dass dadurch für den Bauwerber ein bestimmter Teil gar nicht mehr in dieser Form umsetzbar ist, wie er sich das eigentlich vorgestellt und wie ihm das der Planverfasser auf dem Papier dargestellt hat. Für solche Unannehmlichkeiten kann aber nicht die Baubehörde verantwortlich gemacht werden. Es ist Aufgabe eines verantwortungsbewussten Planers für seine Kundschaft bereits von Anfang an so zu planen, dass die Bauvorschriften eingehalten werden. Dazu gehören einerseits die Tiroler Bauordnung und andererseits die örtlichen Bauvorschriften. Im Zweifelsfall sollte ein Planer vor der fix-fertigen Planung, Informationen im Bauamt der Gemeinde einholen. Leider kommt es immer wieder vor, dass von einem Planer

Derzeit bestehende Verordnungen der Gemeinde Radfeld – Stand August 2015:

Anzeigepflichtige und bewilligungspflichtige Bauvorhaben

Die Tiroler Bauordnung 2011 unterscheidet anzeigepflichtige bzw. bewilligungspflichtige Bauvorhaben. Es gibt aber auch Baumaßnahmen, die weder einer Baubewilligung noch einer Bauanzeige bedürfen, jedoch meldepflichtig sind. In solchen Fällen ist zu beachten, dass die Notwendigkeit der Zustimmung eventueller Miteigentümer bzw. von Nachbarn (z.B. bei einer mehr als 50%-igen Verbauung der gemeinsamen Grundgrenze) bestehen kann. Generell ist es im Zweifelsfall immer ratsam, sich vor einer Baumaßnahme im Bauamt der Gemeinde früh genug zu informieren. Es kommt nämlich leider immer wieder vor, dass Bauwerber viel zu spät mit den baurechtlichen Vorbereitungen beginnen und dann natürlich zeitlich unter Druck geraten. Die Gemeinde muss aber als Behörde die Tiroler Bauordnung einhalten und kann eine Bauverhandlung erst dann festsetzen, wenn auch wirklich alle Unterlagen eingereicht worden sind. Dies ist u.a. zur Wahrung der Anrainerrechte notwendig. Es kann auch nicht sein, dass man im Bauamt nachfragt, dabei aber lediglich von einem „Kapferausbau“ spricht und dann stellt sich heraus, dass das gesamte Dach angehoben werden soll. Das ist dann natürlich eine Baumaßnahme, die bauverhandelt werden muss.
Folgende Unterlagen und Fristen sind zu beachten:

ANZEIGEPFLICHTIGE BAUVERFAHREN

Notwendige Unterlagen:

Fristen:
Die Baubehörde muss lt. TBO 2011 innerhalb von 8 Wochen entscheiden. Nach Einreichung der vollständigen Unterlagen dauert die Erledigung der Bauanzeige je nach Umfang der Baumaßnahmen bzw. bei einer notwendigen Hinzuziehung des hochbautechnischen Sachverständigen ca. 3-5 Wochen. Erst nach Genehmigung kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

BEWILLIGUNGSPFLICHTIGE BAUVERFAHREN (mit Bauverhandlung)

Notwendige Unterlagen:

Fristen:

Die Baubehörde setzt nach Vorprüfung des Bauvorhabens durch den hochbautechnischen Sachverständigen bzw. nach Vorlage aller notwendigen Unterlagen eine Bauverhandlung fest. Aufgrund der gesetzlichen Kundmachungsfrist sowie zur Wahrung der Anrainerrechte und der Notwendigkeit einer Vorprüfung durch den hochbautechnischen Sachverständigen, ist der frühest mögliche Termin für die Bauverhandlung 3 Wochen nach Einbringung aller erforderlichen Unterlagen. Nach der Bauverhandlung wird der Baubescheid all jenen, die bei der Bauverhandlung anwesend waren, zugestellt, wobei die Einspruchsfrist 14 Tage beträgt. Falls kein einziger Einspruch einlangt erwirkt der Baubescheid nach weiteren 14 Tagen die Rechtskraft.
Der Bauwerber sollte also bei bewilligungspflichtigen Bauvorhaben mindestens 8 Wochen für das gesamte Genehmigungsverfahren einplanen. Ist im Zuge des Bauverfahrens die Einbindung weiterer Sachverständiger wie z.B. Tiroler Landessstelle für Brandverhütung, Wildbach- und Lawinenverbauung, ASFINAG, Baubezirksamt, Denkmalamt etc. notwendig, so kann sich der Verfahrenszeitraum auch noch deutlich vergrößern.

Bauamt Öffnungszeiten

Mo.: 8 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 18 Uhr
Di., Mi., Do.: 8 Uhr bis 12 Uhr

Fr.: 8 Uhr bis 12:30 Uhr


Radfeld ist nun auch „Seniorenfreundliche Gemeinde“

Radfeld ist nun auch „Seniorenfreundliche Gemeinde“Von der Österreichischen Volkshilfe wurde in Zusammenarbeit mit dem „Österreichischen Gemeindebund“, dem „Österreichischen Städtebund“, dem „Bundesministerium für Arbeit-Soziales u. Konsumentenschutz“ sowie dem „Pensionistenverband Österreich“ die Bewerbung für das Prädikat „Seniorenfreundliche Gemeinde Österreichs“ im gesamten Bundesgebiet ausgeschrieben.

Im Zuge des Auswahlverfahrens musste von den teilnehmenden Gemeinden der Nachweis für alle „seniorenfreundlichen“ Impulse und Maßnahmen der Gemeinde gebracht werden.

Unter anderem wurden folgende Themenfelder durchgecheckt: konkrete Gemeindeaktivitäten; spezifische Angebote für bestimmte Zielgruppen älterer Menschen; Angebote für pflegende Angehörige; Angebote, die den Dialog zwischen den Generationen fördern; Seniorengerechte Infrastruktur; Angebote der Gesundheitsvorsorge; ambulante Dienste – Pflege- u. Betreuungsdienste; Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern; Mitbestimmungsmöglichkeiten für ältere Menschen; Öffentlichkeitsarbeit; etc.

Ich freue mich außerordentlich, dass wir für unsere Bemühungen dieses Prädikat nun erhalten haben und möchte mich bei allen, die immer wieder durch ihre Mitarbeit zur positiven Weiterentwicklung in unserem Dorf beitragen, sehr herzlich im Namen der Gemeinde bedanken.

Neben den Prädikaten „familienfreundlichegemeinde“ und „unicef – Kinderfreundliche Gemeinde“ ist dies nun die Komplettierung unserer Anstrengungen um eine sehr gute, gesamtheitliche Entwicklung in unserem Dorf.

Bild: Bgm. Josef Auer freut sich gemeinsam mit der Obfrau des „Sozial- u. Seniorenausschusses“ GR Maria Mayr über die Auszeichnung als „Seniorenfreundliche Gemeinde Österreichs“.


Kooperation Gemeinde - Tourismusverband

Kooperation Gemeinde - Tourismusverband Auf Initiative von Bgm. Josef Auer hat der TVB Ausschuss der Ortsgruppe Rattenberg-Radfeld sich bereit erklärt, dass der Bauhof der Gemeinde Radfeld in den Wintermonaten die Arbeiten zur Sanierung von 15 desolaten TVB Bänken im Radfelder Gemeindegebiet übernimmt, wobei der TVB dafür € 2.500.- an die Gemeinde bezahlt. Im Zuge der Arbeiten hat sich ergeben, dass weitere 11 Bänke dringend saniert werden müssen, wobei wir diese Arbeiten nicht auf die „lange Bank schieben“ wollten. Für die 11 Bänke, die noch dazugekommen sind, werden wir uns noch um einen TVB Beitrag bemühen.

Bild: Das gesamte Bauhofteam mit Bgm. Josef Auer vor den 2 Bänken beim Windschutzgürtel


1. Radfelder Dorfmarkt

1.	Radfelder DorfmarktMit Spannung sah man dem 1. Radfelder Dorfmarkt entgegen, der am 25. April stattfand. Dass sich insgesamt 26 Aussteller, davon 16 aus Radfeld fix angemeldet hatten, war allerdings schon ein Hinweis darauf, dass der Markt dann auch gut besucht werden würde. Vom Besucheransturm bei der Marktpremiere waren jedoch sowohl die „Marktstandler“ als auch die Gemeinde Radfeld als Organisator gleichermaßen überwältigt.

Die familien-, kinder- und seniorenfreundliche Gemeinde Radfeld erfüllte mit diesem Markt einen großen Wunsch der Bevölkerung und die Familien fühlten sich am Marktplatz beim Gemeindezentrum auch sichtlich wohl. Ob Kasperltheater, Kinderschminken oder Fahrten mit dem Feuerwehrauto – für die kleinen Marktbesucher gab es ein Rahmenprogramm, das sehr gut angenommen wurde. Die Besucher fühlten sich bei einem vielfältigen Warenangebot, musikalischer Umrahmung und Bewirtung mit Speis und Trank sichtlich wohl. Nicht wenige blieben sogar bis es „dunkel wurde“.

1.	Radfelder DorfmarktEs war ein Marktplatz, wo sich JUNG und ALT auf einen „Ratscher“ treffen konnten, wo man regionale Qualitätsprodukte erwerben, wo jeder seine eigenen handwerklichen Talente und Produkte ausstellen konnte und wo, wie gesagt, das „SICH WOHLFÜHLEN“ nicht zu kurz kam.

Die Gemeinde Radfeld bedankt sich bei allen Marktstand-betreibern für ihre Teilnahme und bei allen, die dazu beigetragen haben, dass der 1. Radfelder Dorfmarkt so gut gelungen ist - dies sind vor allem: Maria Drexler-Kreidl, Reinhold Winkler, Peter Ostermann mit seinem gesamten Bauhofteam, die ElternvertreterInnen der VS Radfeld, das Team des Radfelder und Rattenberger Kindergartens sowie der „Radfelder Fröschlein“, die FF Radfeld (Michael Lentsch und Christoph Ostermann), Hansi Mittner,….

Aufgrund des großen Interesses wird es sicher nicht der letzte Radfelder Dorfmarkt gewesen sein – Fortsetzung folgt im Herbst 2015 !

Der genaue Termin wird noch früh genug bekannt gegeben.

Wer Interesse hat, seine Waren bzw. Produkte zu präsentieren und zu verkaufen, ist herzlich eingeladen, sich bei der Gemeinde Radfeld unter 05337/6395027 oder bauamt2@radfeld.tirol.gv.at (Frau Maria Drexler-Kreidl) zu melden.


Die dritten Klassen der Volksschule zu Besuch im Gemeindeamt

Die dritten Klassen der Volksschule zu Besuch im Gemeindeamt Im April besuchten uns die 3a Klasse der Volksschule mit ihrer Klassenvorständin Frau Jessica Kreuzer und die 3b Klasse mit ihrem Klassenvorstand Herrn Thomas Köck im Gemeindeamt.

Bei der Führung durch das Haus wurde den Schülerinnen und Schülern ein kurzer Überblick über das Gemeindezentrum und die wesentlichen Aufgaben der Gemeinde vermittelt.

Nach dem Rundgang setzten sich alle gemeinsam am „Runden Tisch“ im Sitzungszimmer wie bei einer Gemeinderatssitzung zusammen, wobei die Schülerinnen und Schüler sehr eifrig Fragen an den Bürgermeister stellten. So verflog bei einem Getränk und ein paar Keksen die Zeit „fast so schnell wie im Unterricht“.

Die dritten Klassen der Volksschule zu Besuch im Gemeindeamt Die Besuche der dritten Klassen sind ja inzwischen zu einer gut gepflegten Tradition geworden.

Im Namen der Gemeinde möchte ich mich bei der Schulleitung und den Lehrpersonen sehr herzlich bedanken, weil sie mit dem Besuch der Gemeinde einen wesentlichen Beitrag dafür leisten, dass das Interesse der Schülerinnen und Schüler an gemeinde- bzw. öffentlichkeitsrelevanten Fragen schon in frühen Jahren geweckt wird. Das ist für die Zukunft unseres Dorfes und für die Entwicklung und den Bestand einer demokratischen Gesellschaft äußerst wichtig.

 

Bild oben: VS Klasse 3a-1 KV Jessica Kreuzer mit Bgm. Josef Auer und den Schülerinnen und Schülern der 3a Klasse im Gemeindeamt

Bild unten: VS Klasse 3b-2 KV Thomas Köck mit Bgm. Josef Auer und den Schülerinnen und Schülern der 3b Klasse im Gemeindeamt


Informationen des Bürgermeisters

Erschließungskosten, Wasseranschlussgebühr, Kanalanschlussgebühr

Immer wieder wird bei Um- bzw. Zubauten (Veranda, Wintergarten, Garage, Carport, etc.) von den Eigentümern angefragt, warum die Gemeinde bei einem Zubau (z.B. Wintergarten) in dem kein Wasseranschluss vorhanden ist, trotzdem Wasseranschlussgebühr und Kanalanschlussgebühr vorschreibt. Die Ursache liegt in den vom Gemeinderat dafür gefassten bzw. zu fassenden Verordnungen und dem geltenden landesgesetzlichen Rahmen. Berechnungsgrundlage ist die Baumasse. Auch bei einem Neubau wird zur Berechnung der Gebühren die Baumasse herangezogen und dies ebenso unabhängig davon, ob in einem Raum ein Wasseranschluss vorliegt oder nicht. Wohnzimmer, Diele, Hausgang, etc. sind in der Regel Räume ohne Wasseranschluss, sie alle werden aber zur Baumasse gezählt. Deshalb werden auch bei Zu- oder Umbauten keine Ausnahmen gemacht.

Seit dem Jahr 2010 wurde übrigens nur eine Gemeindeabgabe einmal erhöht und zwar die Wasserbenützungsgebühr von € 0,36 auf € 0,45. Somit liegen wir bei einer Reihe von Gebühren (teilweise weit) unter dem vom Land als Mindesthöhe festgelegten Wert, wofür wir vom Land auch schon Kritik einstecken mussten. Im Vergleich mit den Gemeinden der Region-31 sind wir die Gemeinde mit den insgesamt niedrigsten Gemeindegebühren.


Geplanter Wasserverband Brixlegg bis Wörgl in Verbindung mit Gefahrenzonenplänen und Hochwasserschutz

Geplanter Wasserverband Brixlegg bis Wörgl in Verbindung mit Gefahrenzonenplänen und HochwasserschutzIn der regionalen Presse wurde ja bisher über die Radfelder Situation sehr wenig berichtet, was viele GemeindebürgerInnen dazu bewogen hat, diesbezüglich bei mir nachzufragen. Im Folgenden wird ersichtlich, dass es auch über unsere Situation vieles zu berichten gäbe, und, dass seitens der Gemeinde bereits viele Schritte gesetzt wurden.

Das Land Tirol (zuständiger Landesrat ist derzeit LHStv. Josef Geisler) hat bereits im Jahr 2009 ein Ingenieurbüro beauftragt umfangreiche Berechnungen und Erhebungen durchzuführen mit dem Ziel, den IST-Zustand von Hochwassergefährdungen für statistische Hochwasserereignisse (nämlich HQ 30, HQ 100 und HQ 300) möglichst genau darzustellen. In der Zeit vom 08.09.2014 bis zum 06.10.2014 ist der Gefahrenzonenplan in der Gemeinde Radfeld und im Baubezirksamt Kufstein zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegen. Am 08.09.2014 fand eine diesbezügliche Bürgerinformation in der Aula der VS Radfeld statt. Damals wurde von den Vertretern des Landes bzw. der Ingenieurfirma bzgl. einer gezielten Flutung der Retentionsräume nicht informiert. Es wurde auch nicht darauf eingegangen, dass die überproportional großen Retentionsräume in Radfeld und Kundl dann notwendig sind, wenn in Wörgl der Damm gebaut wird. Mittlerweile wurde seitens des Landes (sowohl von Beamtenseite wie auch von Landesrat Geisler) dieser Zusammenhang nicht mehr in Abrede gestellt bzw. als Notwendigkeit bezeichnet. Nach dem bisher geltenden Gefahrenzonenplan sind nämlich für Radfeld und Kundl Retentionsräume mit einem Fassungsvermögen von („nur“) 3,1 Mio m3 vorgesehen. Nach der neuen Regionalstudie des Landes sind es 7,8 Mio m3. Das wäre eine Steigerung um rund 152%!

Geplanter Wasserverband Brixlegg bis Wörgl in Verbindung mit Gefahrenzonenplänen und HochwasserschutzIm Oktober 2014 habe ich als Bürgermeister eine offizielle Stellungnahme seitens der Gemeinde Radfeld an das Amt der Tiroler Landesregierung geschickt, die in der Dezemberausgabe der Gemeindezeitung vollinhaltlich abgedruckt wurde.

Nun bemüht sich das Land Tirol darum, dass sich die 7 Gemeinden von Brixlegg bis Wörgl zu einem „Wasserverband“ zusammenschließen, mit dem Ziel gemeinsam Hochwasserschutzmaßnahmen (Dämme, sonstige Rückhaltemaßnahmen, Retentionsräume, Schutzmaßnahmen für Einzelgehöfte, etc.) zu planen und dann auch umzusetzen. Dabei müssten im Verband wohl auch die Entschädigungen für die betroffenen Grundeigentümer und die Gemeinde ausverhandelt werden.

Bei der Gemeinderatssitzung am 05.02.2015 habe ich dem Gemeinderat empfohlen, sich zum derzeitigen Zeitpunkt gegen den Beitritt zu einem solchen Verband auszusprechen. Die Abstimmung erfolgte einstimmig.

Am 09.02.2015 hat LHStv. Josef Geisler alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der 7 Gemeinden zu einer Informationsveranstaltung mit dem Titel „Hochwasserschutz im Tiroler Unterland“ eingeladen. In der Einladung stand u.a. Folgendes: „Vor kurzem wurde eine Regionalstudie zum Hochwasserschutz im Tiroler Unterinntal abgeschlossen, in der ein Maßnahmenkonzept für mehr Sicherheit bei Hochwasserereignissen aufgezeigt wird. Wir möchten den Mitgliedern der Gemeinderäte von Breitenbach, Brixlegg, Radfeld, Kramsach, Kundl, Rattenberg und Wörgl in einer gemeinsamen Veranstaltung die detaillierten Inhalte der Studie präsentieren und die Rahmenbedingungen für die Gründung eines gemeindeübergreifenden Wasserverbandes vorstellen und diskutieren.“

Von der Gemeinde Radfeld waren 7 GemeinderätInnen und ich als Bürgermeister anwesend. Nach meinem Dafürhalten wurde aber kein Maßnahmenkonzept für mehr Sicherheit bei Hochwasserereignissen präsentiert! Vielmehr ging darum, auszuloten, wie die Gemeinden zu einem Wasserverband Brixlegg bis Wörgl stehen. Von Landesseite wurde an die Gemeinden appelliert zusammen zu halten und vorerst einen Verband zu gründen, dann erst können Details geklärt werden.

Es wurde nicht bestritten, dass es letztlich darauf hinausläuft, dass es nur dann einen Hochwasserschutz (Gelder dafür…) geben wird, wenn es einen Verband gibt. Das sehe ich als eine gefährliche Entwicklung, die ich auch entschieden ablehne!

Neben den Punkten, die ich bereits in der offiziellen Stellungnahme angeführt habe, sind noch u.a. folgende Punkte für Radfeld relevant.

Warum sind (östlich von Innsbruck) nur in den Räumen „Thaur“, „Schwaz-Buch“ und „Radfeld-Kundl“ größere Retentionsräume geplant? Gibt es eine Liste der Retentionsraumflächen (nach dem alten Gefahrenzonen Plan und nach dem „neuen“ Gefahrenzonenplan) aller „Inn-Gemeinden“ und im Einzugsgebiet gelegenen Gemeinden?

Werden die neuen Retentionsräume generell bewusst gefüllt, dh. werden überall Maßnahmen getroffen, dass das Wasser im Hochwasser Fall in die Retentionsräume geleitet wird, oder ist das nur im Raum Radfeld/Kundl so?

Wie schauen die Hochwasser Schutzbauten/Maßnahmen im Detail aus?

Welche Hochwasser Schutzmaßnahmen und vor allem welche Wasserrückhaltemaßnahmen (z.B. Retentionsräume) sind westlich von Innsbruck und im gesamten Einzugsgebiet des Inns insgesamt geplant?

Welche Überlegungen wurden bisher angestellt, um die Wassermenge, die bei einem Hochwasserereignis (z.B. HQ 100) am Beginn des geplanten Wasserverbandes (d.h. in Brixlegg) „ankommt“, zu reduzieren? (Es wurde ja von LHStv.  Geisler z.B. in St. Leonhard am 20.01.2015 u.a. richtigerweise gesagt, dass das Hochwasser Problem an der Wurzel angepackt gehört und, dass die Lasten gleichmäßig verteilt werden müssen….!

Ich verspreche, dass ich mich im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterhin in dieser für unsere Zukunft so entscheidenden Frage, bis zum Äußersten einsetzen werde, und hoffe sehr, dass unsere gemeinsamen Bemühungen letztlich zu einem Erfolg führen werden!


Schuldenabbau geht voran und ist absolut notwendig

Der Schuldenabbau ist sehr gut vorangeschritten, was die Zahlen eindeutig belegen.
So betrug der effektive Schuldenstand (Darlehensschulden minus flüssige Geldmittel) am 01.01.2010 noch € 4.226.926,94. Am 01.01.2014 betrug der effektive Schuldenstand „nur“ mehr € 2.672.264,48. Es konnte also in diesem Zeitraum die finanzielle Situation um € € 1.554.662,46 verbessert werden. Dies obwohl in den vergangenen 5 Jahren vieles geschehen ist:

Hier nur ein kleiner Überblick:

Für unsere zukünftige Entwicklung ist ein weiterer Schuldenabbau unbedingt notwendig. In ein paar Jahren wird die absolute Notwendigkeit bestehen, dass wir die Volksschule vergrößern bzw. ausbauen (Klassenzimmer, Lehrerzimmer, Lift, Gruppenräume, …) und dass wir mindestens 2 weitere Kindergarten-Gruppenräume schaffen. Dazu kommt die Tatsache, dass wir auch eine größere Turnhalle (teilbar) brauchen werden. Ein ganz großes Problem dabei wird sein, dass wir das alles auf der bestehenden Grundfläche platzmäßig unterbringen.

Überdies sollte es gelingen, dass der Trainingsplatz und der Sportplatz nicht durch ein verbautes Gebiet getrennt sind. Derzeit sind wir dabei, mit Fachleuten prinzipiell abzustecken, welche Varianten überhaupt möglich sind und mit welchen Kosten dafür zu rechnen sein wird. Soviel steht aber heute schon fest: Die Baumaßnahmen werden eine sehr große Summe ausmachen, was wir uns aber nur dann leisten können, wenn wir unseren Schuldenstand noch weiter reduzieren und, wenn wir auch entsprechende Landesförderungen erhalten!


Winterdienst – jedes Jahr eine Herausforderung

Ein paar Gedanken und Fakten im Rückblick!

In einem schneereichen Winter ist der Winterdienst immer eine sehr große Herausforderung und beansprucht aufgrund des großen Wegenetzes und der oft engen Straßen und Wege das Bauhofteam in puncto Flexibilität und genauer Abstimmung.

Erschwerend kommt dazu, dass viele Hauseigentümer relativ wenig Stauraum für den Schnee auf ihrem eigenen Grundstück haben und dies einfach so lösen, dass sie den Schnee auf öffentlichem Grund (z.B. entlang der Straße) „entsorgen“. Dies führt dann oft auch dazu, dass in einer darauffolgenden Hauseinfahrt (oder Parkplatz) mehr Schnee vom Schneepflug liegen bleibt und diese Grundeigentümer mit der Situation nicht zufrieden sind. Deshalb ist es meine Verpflichtung auf die gesetzlichen Anrainerverpflichtungen, insbesondere gemäß § 93 Straßenverkehrsordnung 1960 – StVO 1960, BGBl 1960/159 i.d.g.F., hinzuweisen:

§ 93. Pflichten der Anrainer.

Im Zuge der Durchführung des Winterdienstes auf öffentlichen Verkehrsflächen kann es aus arbeitstechnischen Gründen vorkommen, dass die Gemeinde Flächen räumt und streut, hinsichtlich derer die Anrainer/Grundeigentümer im Sinne der vorstehend genannten bzw. anderer gesetzlicher Bestimmungen selbst zur Räumung und Streuung verpflichtet sind. Die Gemeinde weist ausdrücklich darauf hin, dass

Die Gemeinde ersucht um Kenntnisnahme. In der nächsten Weihnachtsausgabe der Gemeindezeitung werden wir neuerlich auf diese Problematik aufmerksam machen.

Allen Radfelderinnen und Radfeldern, die unseren Bauhofmitarbeitern oder mir positive Rückmeldungen bzgl. des Winterdienstes gegeben haben, möchte ich sehr herzlich danken. Wenn jemand nicht ganz zufrieden war, so ersuche ich um ein persönliches Gespräch und konstruktive Vorschläge (im Bereich des Möglichen) für eventuelle Verbesserungen. An dieser Stelle möchte ich darauf verweisen, dass ich mir schon mehrmals ein Bild der Schneeräumung in anderen Gemeinden gemacht habe und daher mit Fug und Recht behaupten kann, dass wir mit unserem Winterdienst insgesamt sicherlich sehr gut aufgestellt sind.

Diese Seite vom 19-01-2016 14:15:10 ausdrucken