Arbeit für Radfeld im Jahr 2016

Gefahrenzonenplan – Hochwasserschutz - Wasserverband

Wir sorgen uns ...(Dazu verweise ich auf meinen ausführlichen Bericht in der Gemeindezeitung Ausgabe März 2015)
Seit diesem Bericht hat es mehrere sogenannte Hochwasserschutz Planungstreffs gegeben und es wurde vom Land eine Exkursion nach Vorarlberg zum dortigen Wasserverband „Ill-Walgau“ organisiert. In den Medien werden diese Planungstreffs immer wieder als Sitzungen des Planungsverbandes bezeichnet. Das ist unrichtig, weil es noch (länger nicht) keinen Planungsverband oder Wasserverband (wie immer man ihn dann auch nennt) gibt. In diesen Planungstreffs wird lediglich (bisher waren die 7 Gemeinden Brixlegg, Rattenberg, Radfeld, Kramsach, Breitenbach, Kundl und Wörgl mit jeweils 3 bis 4 Gemeindemandataren vertreten, nunmehr ist auch die Gemeinde Angath vom Land eingeladen worden) über alle möglichen Fragen diskutiert bzw. werden die Teilnehmer von den Experten über anstehende Fragen informiert. Diese Planungstreffs haben aber nur Informationscharakter und sind kein beschlussfassendes Gremium!!

Wenn z.B. berichtet wird, dass LHStv. Josef Geisler gesagt habe, „dass es schon einige Diskussionen gebraucht habe, um die Gemeinden im Unterinntal zu überzeugen, dass der Hochwasserschutz nur gemeindeübergreifend geht“, so ist das natürlich nicht wirklich ernst zu nehmen. Die Gemeindevertreter wissen sehr genau, „was los ist“! Wir in Radfeld müssen leider allerdings auch wissen, dass wir laut dem neuen Gefahrenzonenplan 54% der Retentionsflächen der 7 Gemeinden von Brixlegg bis Wörgl (Kundl 43%) zur Verfügung stellen müssten!! Das lehnen wir weiterhin entschieden ab! Wir sind weiterhin für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes für unser verbautes Gemeindegebiet (und auch der anderen Gemeinden), aber wir verlangen u.a.:

Mittlerweile zeigt sich in den Hochwasserschutz Planungstreffs, dass der Radfelder Widerstand (gemeinsam mit Kundl) nicht ganz „umsonst“ war bzw. ist. Nunmehr wird nämlich seitens des Landes auch für Kramsach ein höheres Retensionsvolumen angegeben (warum dies nicht schon immer so angegeben wurde entzieht sich meiner Kenntnis und verstehe ich auch nicht) und auch in Angath soll es (neue) Retensionsräume geben. In Wörgl sind Retentionsräume laut den Landesexperten nicht möglich, was den Wörgler Vizebürgermeister dazu bewogen gegenüber einem Lokalmedium zu sagen: „Wir sind die Ersten, die eine Fläche hergeben, wenn es möglich wäre.“ Solche Aussagen sind nach meinem Dafürhalten nicht in die Kategorie „ernsthafte Gespräche“ einzuordnen. In Wörgl könnte nämlich (angeblich) das Wasser aus dem Retentionsraum nach einem Hochwasserereignis bedeutend schlechter abgepumpt werden wie bei uns und in Kundl. Es konnte von den Experten aber noch nicht restlos erklärt werden, warum dies bei uns „so gut funktionieren würde und in Wörgl gar so schlecht bis gar nicht.“

Beim letzten HW-Planungstreff wurde vom Land der Start von Detailplanungen angekündigt, aber nicht vom Planungsverband (den es ja nicht gibt) beschlossen, so wie diesbezüglich Bgm. Kollege LA Margreiter in einer Tageszeitung zitiert wurde.

Weil einerseits die Berichterstattung in den lokalen Medien (in einem Medium kommen wir mehr oder weniger gar nicht vor) über die Radfelder Situation in dieser Frage wenig umfangreich ist und eben, wie schon an einigen Beispielen angeführt auch inhaltlich in einigen Punkten unrichtig ist, werde ich diesen Beitrag auch an die lokalen Medien schicken.


Betreubares Wohnen – Haus der Generationen in Radfeld

Bei der Gemeinderatssitzung am 19.11.2015 wurde der Beschluss gefasst, dass wir in Radfeld das Projekt „Betreubares Wohnen – Haus der Generationen“ umsetzen werden. Gebaut wird das Haus von der Baugenossenschaft Frieden, geplant vom Architekturbüro Wurzer Nagel ZT – GmbH aus Rattenberg. Beabsichtigt sind 18 kleinere Wohneinheiten für „Betreubares Wohnen“ mit jeweils ca. 40 bis 50 m2 und 10 mittelgroße Wohneinheiten für Jungfamilien. Außerdem wird es einen „Öffentlichen Bereich“ im Parterre geben, der ca. zur Hälfte von der Gemeinde finanziert wird.  In diesem  öffentlich zugänglichen Bereich (WC, Küche mit Mehrzweck-, bzw. Bewegungsraum) entsteht die Möglichkeit für Veranstaltungen und Treffen aller Art. Dies wird dazu führen, dass speziell für die älteren Bewohner das Haus mit Leben aus unserer Gemeinde, aber auch durch sonstige Besucher gefüllt wird. Damit haben wir dann auch für die weitere Zukunft ausreichende Räumlichkeiten für unsere Pensionisten bzw. Seniorenvereine, die natürlich „das Füllen mit Leben“ unterstützen werden. Alle Wohnungen werden von der Baugenossenschaft Frieden zur Miete (zu einem möglichst günstigen Preis) angeboten werden. Ein Planungsentwurf liegt bereits vor, die genaue Detailplanung wird noch in Abstimmung mit dem eigens eingerichteten Beirat (Bgm. und Gemeindemandatare, Vertreter der Pfarre, Sozialsprengel Brixlegg, Baugenossenschaft Frieden, Architektenteam, Vertreter des öffentlichen Lebens aus Radfeld) und schließlich mit dem Gemeinderat erfolgen.

Geplant ist der Baubeginn für November 2016 und der Bezugstermin im Frühjahr 2018.
Derzeit gibt es in Brixlegg die Einrichtung einer „Tagesbetreuung“, die kapazitätsmäßig noch nicht voll ausgelastet ist. Laut dem Strukturplan Pflege des Landes und auch nach Abschätzung der Situation durch den Sozialsprengel Brixlegg wird aber in einigen Jahren die Kapazität erschöpft sein. Daher planen wir 2 Wohnungen im Parterre so zu gestalten, dass wir diese dann bei gegebener Notwendigkeit mit möglichst geringem Aufwand zu einer Tagesbetreuung (u.a. mit behindertengerechter Badewanne) umgestalten können.


Bericht über wesentliche Punkte der Öffentlichen Gemeindeversammlung

Zur Öffentlichen Gemeindeversammlung am 28.10.2015 kamen viele Radfelderinnen und Radfelder in die Aula der VS Radfeld, um sich über das Gemeindegeschehen zu informieren bzw. um auch selbst das Wort zu ergreifen. Hier nur ein paar wesentliche Informationen kurz zusammengefasst:

Entwicklung der effektiven Verschuldung

(Stand immer per 31.12. des jeweiligen Jahres)

2003                    €    1.118.678,96
2004                    €    4.665.991,35
2005                    €    5.324.387,41
2006                    €    5.148.131,59
2007                    €    4.826.819,09
2008                    €    4.696.602,12
2009                    €    4.226.926,94
2010                    €    3.579.513,86
2011                    €    3.533.444,20
2012                    €    3.025.144,54
2013                    €    2.927.013,96
2014                    €    2.675.898,12

 

Gemeindeabgaben (Stand 2015) Vergleich mit anderen Gemeinden der Region

Hundesteuer

Gemeinde

Für 1. Hund

Breitenbach

€ 40,00

Brandenberg

€ 45,00

Rattenberg

€ 50,00

Alpbach

€ 53,00

Münster

€ 54,50

Radfeld

€ 55,00

Reith

€ 60,00

Kundl

€ 70,00

Brixlegg

€ 81,00

Kramsach

€ 85,00

 

Wasserbenützungsgebühr

Gemeinde

Gebühr in €

Radfeld

0,45 pro m³

Brandenberg

0,45 pro m³

Münster

0,46 pro m³

Breitenbach

0,50 pro m³

Kundl

0,50 pro m³

Alpbach

0,61 pro m³

Kramsach

0,68 pro m³

Rattenberg

0,70 pro m³

Reith i. A.

0,71 pro m³

Brixlegg

0,91 pro m³

 

Wasseranschlussgebühr

Gemeinde

Gebühr in €

Kundl

0,30 pro m³

Brixlegg

0,52 pro m³

Radfeld

0,80 pro m³

Kramsach

1,00 pro m³

Münster

1,00 pro m³

Breitenbach

1,65 pro m³

Reith i. A.

2,63 pro m³

Alpbach

2,91 pro m³

Rattenberg

2,00 pro m² (ca. 0,71/m³)

Brandenberg

4,94 pro m² (ca. 1,76/m³)

 

Kanalbenützungsgebühr

Gemeinde

Gebühr in €

Radfeld

1,72 pro m³

Kundl

1,75 pro m³

Rattenberg

2,083 pro m³

Münster

2,115 pro m³

Alpbach

2,12 pro m³

Brandenberg

2,12 pro m³

Kramsach

2,12 pro m³

Breitenbach

2,20 pro m³

Reith i. A.

2,23 pro m³

Brixlegg

2,43 pro m³

 

Kanalanschlussgebühr

Gemeinde

Gebühr in €

Radfeld

3,00 pro m³

Kundl

3,20 pro m³

Brixlegg

5,40 pro m³

Brandenberg

5,41 pro m³

Alpbach

5,41 pro m³

Kramsach

5,41 pro m³

Reith i. A.

5,43 pro m³

Breitenbach

5,50 pro m³

Rattenberg

4,00 pro m² (ca. 1,43/m³)

Münster

16,23 pro m² (ca. 5,79/m³)

 

Kindergartenbeitrag

Gemeinde

Für 1. Kind und Monat

Radfeld

€ 25,00

Rattenberg

€ 25,00

Kundl

€ 27,00

Breitenbach

€ 30,00

Kramsach

€ 36,00

Reith i. A.

€ 36,34

Brixlegg

€ 40,00

Alpbach

€ 40,00

Münster

€ 45,00

Brandenberg

€ 45,00

 

Erschließungskostenbeitrag

Gemeinde

Erschließungskostenfaktor

Kundl

2, 00 %

Brixlegg

2,40 %

Radfeld

2,50 %

Brandenberg

3,00 %

Breitenbach

3,00 %

Alpbach

3,05 %

Kramsach

4,00 %

Münster

5,00 %

Rattenberg

5,00 %

Reith i. A.

5,00 %

 

Ausgaben für Kulturausschussveranstaltungen

Jahr

Nettoausgaben

2005

                 10.391,45 €

2006

                 11.393,55 €

2007

                 12.666,76 €

2008

                 11.134,71 €

2009

                 14.862,60 €

2010

                   7.979,76 €

2011

                   8.544,49 €

2012

                   4.444,11 €

2013

                   9.987,55 €

2014

                   8.592,93 €

 

Wortwörtlicher Auszug aus der letzten Gebarungs- und Verwaltungsprüfung durch die BH Kufstein

Straßen- Komplettsanierungen mit Wasserleitungsaustausch u. Kanalsanierungen

Ausbesserungsarbeiten (auch mit Gewährleistungen verschiedener Firmen!!)

Ausbau bzw. Verbesserungen der Straßenbeleuchtung

Volksschule

Negative Kommunalsteuerentwicklung

Die Entwicklung der Kommunalsteuereinnahmen ist leider negativ, so werden wir im kommenden Jahr ca. € 280.000.- weniger einnehmen (u.a. weil Übersiedelung von 2 Firmen der Berger-Gruppe nach Wörgl)

Diese Seite vom 01-02-2016 17:48:31 ausdrucken